LTE Advanced Ausbau: Ericsson will WLAN-Frequenzen für LTE-A nutzen

Der Netzwerkausrüster Ericsson plant, das  unter anderem für Wireless LAN genutzte 5-Gigahertz-Band gemäß der kommenden 3GPP-Spezifikation für die Mobilfunkversorgung auch für LTE-Advanced zu nutzen.

Quelle: 3gpp

LTE Advanced Netzwerk: Frequenzkapazitäten müssen erhöht werden

Ericsson will das Frequenzband um 5 GHz, das unter anderem für Wlan genutzt wird, auch für den Mobilfunkstandard LTE-Advanced einsetzen. Das Normungsgremium 3GPP führt die Technik - so das Fachportal www.lte.info - unter dem Begriff License Assisted Access (LAA). Dabei werden in einem Mobilfunknetz Frequenzen aus nicht-lizensierten Bändern mit lizensierten LTE-Frequenzbändern kombiniert.

 

Laut Ericsson verbringen rund 85 Prozent der Smartphone-Nutzer einen Großteil ihrer Zeit in Gebäuden. Dennoch sind nur 36 Prozent mit der Mobilfunkversorgung "vollauf zufrieden". Ericssons ConsumerLab hat dazu Nutzer in 23 Ländern nach ihrer Zufriedenheit beim Video-Abruf per Mobilfunk befragt. Die Ergebnisse machen deutlich, dass oftmals die für Long Term Evolution genutzten Frequenzen nicht ausreichen. Die steigenden Anforderungen der Smartphone-Besitzer bei der Indoor-Nutzung erfordern höhere Frequenzkapazitäten.

 

LTE-LAA beansprucht W-Lan-Frequenzen kaum

Die Lösung für dieses Problem könnten unter anderem Funkzellen sein, die Daten mittels LTE-Advanced und LTE-LAA übertragen. Bei diesem Verfahren werden zwei oder mehr Träger aus verschiedenen Funkbändern per Carrier Aggregation gebündelt. Laut Ericsson genügen "schon vier Prozent der im 5-GHz-Bereich verfügbaren Ressourcen", um die Download-Geschwindigkeit auf bis zu 150 Megabit pro Sekunde zu erhöhen. Mit vier Prozent meint Ericsson einen 20-Megahertz-Kanal.

 

Gleichzeitig soll die LAA-Implementierung das 5-GHz-Frequenzband kaum beanspruchen. Selbst unter voller Netzlast stehe „WLAN- und LAA-Nutzern das verfügbare Spektrum gleichermaßen zur Verfügung".

 

LTE Advanced in Deutschland: Einführung der LAA-Technik Ende 2015 

Ab dem 4. Quartal 2015 will Ericsson erste Funkzellen mit der LAA-Technik vermarkten. Dazu zählen unter anderem das Ericsson Radio Dot System, das in mittleren und großen Gebäuden zum Einsatz kommt sowie die Indoor-Picozelle Ericsson RBS 6402 für kleinere Gebäude mit weniger als 5000 m² Fläche. Der US-amerikanische Mobilfunker T-Mobile US hat bereits erste Feldtests auf dieser Grundlage angekündigt.

 

Autor: ES

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